Leserbrief von Wolf-Rüdiger Benzel zum selektiven Regionen-Talk des Coburger Tageblatts

vom 16.02.2020 – WURDE NICHT VERÖFFENTLICHT!

In Coburg ist mittlerweile die Transparenz ein geflügelter Begriff geworden. Alle politischen Parteien und Gruppen haben sich dazu bereit erklärt, transparent zu agieren und das ist gut so. Doch stopp, nur fast alle, programmgemäß entzieht sich auch hier die AfD den Coburgern. Bis jetzt erscheint sie weder mit einem Wahlstand in der Fußgängerzone, wo sie Rede und Antwort stehen könnte, noch liegt ein Wahlprogramm für die Kommunalwahl in Coburg vor.

Transparenz ist aber ein essenzieller Bestandteil der Demokratie und grundlegend für eine freie Meinungsbildung sowie eine fundierte Wahlentscheidung.

Merkwürdigerweise verhält sich aber das Coburger Tageblatt undemokratisch und nicht transparent. Entgegen aller bereits durchgeführten Podiumsdiskussionen der OB Kandidaten*innen, sollen den Coburger*innen im „Regionentalk“, verantwortlich hierfür das Coburger Tageblatt, Radio 1 und die Sparkasse Coburg-Lichtenfels, nur fünf von neun Kandidat*innen präsentiert werden. Ausgehend für eine Selektion war eine vorausgegangene Umfrage, die jedoch bereits schon durchgeführt wurde, bevor der Wahlkampf überhaupt erst begann und noch nicht einmal alle Kandidaten*innen feststanden.

Diese Podiumsdiskussion im Kongresshaus wird aller Wahrscheinlichkeit nach einen großen Verbreitungsgrad in Coburg erreichen und somit erheblich zur Wahlentscheidung beitragen. Hierdurch wird den vermeintlich „kleineren Listen“ die Chance genommen, sich ebenfalls einer breiten Coburger Bevölkerungsschicht vorzustellen. Das ist alles andere als gelebte Demokratie und Transparenz, alles andere als die Erfüllung einer Informationspflicht der Medien.

Dass es aber auch mit allen Kandidaten*innen auf einem Podium funktioniert, haben die bereits schon durchgeführten Veranstaltungen gezeigt. Sieht sich Herr Schmidt nicht in der Lage, alle OB-Kandidat*innen „unter einen Hut“ zu bekommen. Alle anderen Diskussionsleiter*innen haben es bisher geschafft!

Im Namen der Transparenz und der Informationspflicht kann ich nur noch einmal an die Verantwortlichen appellieren ihr Tun zu überdenken und alle Kandidaten*innen auf das Podium einzuladen.

Noch besteht Zeit dafür!

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